Die große Zeit der Ekranoplane ging mit dem Ende der UdSSR zu Ende. Immer wieder gibt es Versuche, die seltsame Gattung der Bodeneffektfahrzeuge wieder zu beleben – vor allem in Russland. Nun wurde der Entwurf der Chaika-2 der russischen Marine und dem Katastrophenschutz vorgestellt.

Bodeneffektfahrzeuge wie die Möwe fliegen wie ein Flugzeug, aber erheben sich nur wenig über dem Boden. Der Grund: Zwischen Flügeln und Untergrund baut ein Ekranoplan eine rotierende Druckwalze auf, auf der das Flugzeug reitet – ohne Boden in Nähe bricht die Walze zusammen. Über Land würde die Luftwalze eine Spur der Verwüstung hinter sich ziehen. Bei hoher Geschwindigkeit wirkt das rotierende Luftkissen wie ein Festkörper – so, als würde eine riesige Betonwalze über das Land rollen.

Um sich über Land und Bebauung bewegen zu können, kann die Möwe-2 auch in einen echten Flugmodus ohne Ausnutzen des Bodeneffekts übergehen. Der Vorteil der Konstruktion: Ein Ekranoplan verraucht wenig Treibstoff, kann sehr schwere Lasten sehr schnell transportieren.

Heimat des Kaspischen Seemonsters

In der UdSSR wurden gigantische Ekranoplane wie das Kaspische Seemonster gebaut. Sie trugen schwere Raketen und waren als Flottenzerstörer konzipiert. Diese Aufgabe soll durch die Entwicklung der Orlan wiederaufgenommen werden („Orlan – Russland baut Nachfolger des kaspischen Seemonsters“). Sie ist wesentlich größer als die Möwe. Mit einer Geschwindigkeit von über 500 km/h und einer Waffenlast von 300 Tonnen wäre die Orlan eine eindrucksvolle Offensivwaffe. Ein einziger Ekranoplan könnte über 40 Lenkwaffen wie die Marschflugkörper vom Typ Kalibr oder die Iskander-Raketen transportieren. Noch ist die Orlan allerdings nur ein Entwurf.

Im Westen gibt es Versuche einen Ekranoplan als schnelles Luft-Wasser-Taxi zu bauen. Hier greift man auf Arbeiten von Alexander Lippisch zurück („Airfish 8 -Dieses Luft-Wasser-Taxi basiert auf dem Entwurf von Hitlers Raketenbauer“). Lippisch ist heute weitgehend…