Die Gewerkschaft Ver.di hat die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof aufgefordert, auf die geplante Schließung von 20 der 30 Filialen von Karstadt Sports zu verzichten. Es müsse nun darum gehen, alle Möglichkeiten, Chancen und Wege auszuschöpfen, um so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten, teilte Ver.di mit. „Wir werden mit aller Kraft für den Erhalt der Standorte und die Zukunft der Beschäftigten kämpfen“, sagte Verhandlungsführerin Conny Weißbach. Dafür seien jetzt Politik, Eigentümer und Vermieter in der Verantwortung.

Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass zusätzlich zu 62 Filialen der Warenhauskette auch 20 Standorte von Karstadt Sports schließen sollen. Nach Angaben der Gewerkschaft sind davon „bis zu zwei Drittel der rund 1200 Beschäftigten“ betroffen. Welche Standorte dichtgemacht werden sollen, war zunächst nicht bekannt.

Die Gewerkschaft erinnerte außerdem an den Tarifvertrag, der für Karstadt Sports abgeschlossen wurde. Dieser sehe unter anderem die Angleichung an das Tarifniveau von Galeria Karstadt Kaufhof in zwei Schritten bis zum 1. Januar 2022 vor sowie eine Standort- und Beschäftigungssicherung für die verbleibenden Häuser. „Konkret bedeutet dies für die von Arbeitsplatzverlust betroffenen Beschäftigten eine Anhebung des Gehalts auf das Niveau der Flächentarifverträge des Einzelhandels“, so Ver.di. Daraus berechne sich nämlich später die Höhe des Arbeitslosengelds.

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