Es sollte ein Zeichen der Stärke werden, der große Neustart im Wahlkampf. Donald Trump hatte zu einer Kundgebung geladen. Trotz Corona-Pandemie. Die Botschaft, die der US-Präsident damit aus Tulsa, Oklahoma senden wollte, war klar.

Roland Nelles, DER SPIEGEL:
„Er möchte so tun, als wäre die Coronakrise vorbei, als wäre jetzt wieder alles gut. Und als wäre quasi auch sein Wahlkampf bestens in Schuss. Und als würde alles super laufen.“

Aber der Plan ging nicht auf. Zwar kamen Tausende Anhänger zu der Veranstaltung, es waren allerdings viel weniger als erwartet. Etliche Plätze in der Halle blieben leer. Auch im Außenbereich war der Andrang nicht so groß wie angenommen. Dabei hatte Trumps Team zuvor von bis zu einer Million registrierter Fans für die Veranstaltung gesprochen. Mindestens 100.000 von ihnen wurden auch in Tulsa erwartet. Für die Diskrepanz zu den tatsächlichen Bildern vor Ort gibt es mittlerweile eine mögliche Erklärung. Etliche Nutzer des Social-Media-Plattform Tik Tok geben an, sie hätten sich im Vorfeld für die Veranstaltung registriert, um die Erwartungen des Trump-Teams in die Höhe zu treiben und dann nicht zu kommen. Wie viel das ausgemacht hat, ist schwer zu sagen. Aber was auch immer letztlich dazu geführt hat, dass so viel weniger Menschen da waren, als Trump es gehofft hatte – für den Präsidenten ist der Auftakt eine Enttäuschung.

Roland Nelles, DER SPIEGEL:
„Ein guter Wahlkampf-Neustart – der sieht eigentlich anders aus.“

Doch auch wenn die Veranstaltung deutlich kleiner ausfiel als erwartet: Es gibt sie natürlich weiter zu Tausenden, die knallharten, bedingungslosen Trump-Fans. Was treibt Menschen an, sich inmitten der Pandemie Menschenmassen anzuschließen, um ihren Präsidenten zu unterstützen?

Daniel, Trump-Anhänger aus San Diego:
„Trump ist der Milliardär mit dem großen Ego und einem großen Herzen, der seinen eigensinnigen Lebensstil eines Milliardärs aufgegeben hat, um Amerika zu retten und die Welt zu verändern.“

Trump-Anhänger…