Für 5000 Dollar hatte Nirvana-Frontman Kurt Cobain 1993 eine gebrauchte Gitarre gekauft, die später durch seinen legendären „Unplugged“-Auftritt in New York berühmt wurde, fünf Monate vor seinem Tod.

Nun hat die legendäre Martin D-18E Akustik-Elektrogitarre einen Auktions-Weltrekord aufgestellt. Für 6,01 Millionen Dollar, inklusive Provision (5,3 Millionen Euro) wurde das Instrument aus dem Jahr 1959 versteigert. Der Schätzwert von ein bis zwei Millionen Dollar wurde damit um ein Vielfaches überschritten.

Die Gitarre wurde mit dem Original-Hartschalenkoffer versteigert, den Cobain mit einem Aufkleber dekoriert hatte. Der Griff hat noch Gepäckanhänger von einem Flug, zudem extra Gitarrensaiten und Plektren.

Präsentation der legendären Gitarre im Auktionshaus

Schon das Startgebot für die Gitarre hatte bei einer Million Dollar gelegen, bevor die Gebote bei Julien’s Auctions Online und Live im kalifornischen Beverly Hills in die Höhe schnellten. Der spannende Wettstreit mit Bietern aus aller Welt zog sich minutenlang hin, bevor Peter Freedman, Chef der australischen Audiotechnik-Firma Rode Microphones, den Zuschlag bekam.

Cobain-Gitarre soll guten Zweck dienen

„Ich war bereit, jeden Preis für die Gitarre zu zahlen“, sagte Freedman der Deutschen Presse-Agentur im Telefoninterview kurz nach der Versteigerung. „Eine astronomisch hohe Zahl“, irgendwie „völlig verrückt“.

Der 62-jährige gebürtige Schwede will die Rekord-Gitarre nicht in einem Safe verschließen, im Gegenteil. Sie soll mit anderen Nirvana-Memorabilien für einen guten Zweck weltweit auf Tour gehen. Seine Familie sei durch die Musikszene reich geworden, sagt Freedman. Nun wollte er über seine Stiftung mit Einnahmen von der Gitarren-Ausstellung bedürftigen Künstlern in der Corona-Pandemie helfen. „So viele Freunde haben alles verloren, ihre Jobs, ihre Ersparnisse, sie brauchen medizinische Unterstützung, vor allem auch Hilfe bei psychischen Problemen“, sagt der Unternehmer.

Den bisherigen…